Monat: Februar 2018

#maketheworldabetterplate – Oh Yeah meets Über den Tellerrand e.V.

  Heute haben wir Über den Tellerrand e.V. besucht. Ein Verein, der Menschen mit Fluchterfahrung in die Gesellschaft integrieren möchte und zusammen mit Menschen ohne Fluchterfahrung an einen Tisch bringt. Über den Tellerrand organisiert Kochkurse für verschiedene Zielgruppen, bietet eine mobile Küche, die an unterschiedlichen Stationen in Deutschland Halt macht, aber veranstaltet auch Lesungen, gemeinsames Singen und Fußball spielen. Der Verein finanziert sich über die Einnahme von bereits veröffentlichten Kochbüchern, aber auch durch Spenden und Projektmittel. Mit den Einnahmen unserer kommenden Oh Yeah Tagebuchlesung #8 unterstützen wir Über den Tellerrand. Wir haben Esther und Hameed getroffen, die uns Frage und Antwort standen. Esther ist bereits seit ein paar Jahren dabei, koordiniert als erster Vorstand das Satelliten-Netzwerk, das verantwortlich für alle Standorte in Deutschland ist. Hameed kommt aus Jordanien, lebt seit ein paar Jahren in Berlin und arbeitet auch für das Satelliten-Netzwerk. Was ist Euer Lieblingsessen? Hameed: Reis mit Fleisch, aber die Hauptzutat, und das ist sehr wichtig, ist gebackene Aubergine. Aubergine ist immer ein wichtiger Teil. Esther: Ja, das stimmt. Da passt heute auch Dein T-Shirt …

Brief an Mutti

Liebe Mutti, ich muss dir einen Brief schreiben, weil ich es dir nicht persönlich sagen kann, aber ich denke, du weißt schon, worüber es hier geht: nämlich um den Umzug durch Hennigsdorf. Mir ist der Tag sehr, sehr wichtig. Doch wir sind zu dieser Zeit schon in Bulgarien. So, und um nun zum Punkt zu kommen. Ich würde gerne hier bleiben. Bitte sei nicht böse, ok? Oben schrieb ich, dass mir dieser Tag wichtiger als anderes andere ist. Wie zum Beispiel die Love Parade. Zu dieser kann ich auch nächster Jahr hingehen. Ich weiß, dass dir das gar nicht so richtig passt, wenn ich dorthin hingehen würde. Das verstehe ich auch. So viele Leute, so gut wie keine Sicherheit in dieser Affenhitze. Nun möchte aber wieder zum Umzugstag den 13. Juli (1995) zurückkommen. Du hast dich bestimmt auch total auf diesen Tag in deiner Zeit gefreut. Was ich damit sagen will, bedenke bei deiner Entscheidung, wie du dich als 16-jährige in dieser Situation fühlen würdest. Also, ich hoffe, deine Entscheidung stellt uns beide zufrieden. Deine …

Opa und die dicke Knolle

Knallershow im Velodrome mit den Beastie Boys Letzten Donnerstag war ich mit Robert auf dem Beastie Boys Konzert. War voll gut. Als wir mit meinem alten Ford dorthin gefahren sind, haben wir noch eine Pause bei Pizza Hut gemacht. Dann sind wir ins Velodrom gegangen. War voll gewesen. Wir rein in die Massen. Die Bühne in der Halle, sie war kreisrund. Wir haben uns fast bis ganz nach vorne gedrängelt, als Henning einen Typen mit Gras gesehen hatte. Wir blieben erstmal dort und er fragte, ob wir ihm etwas abrufen konnte. Da gab ihm der Opa, er war mindestens 50 Jahre alt, eine dicke Knolle in die Hand und sagte, sie sei geschenkt. Verdammt. Ich hab nach einem dreiviertel Jahr mal wieder einen gedampft. Das Gefühl, Rauch in der Lunge zu haben, war echt scheiße. Der Mann war aber echt nice. Und als die Beastie Boys dann endlich angefangen haben ist der ganze Mob und wir umhergesprungen. Wir haben geschrien und abgefeiert, die Bühne hat sich gedreht wir ein Karussell. Die Show war der Knaller. …