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Oh Yeah meets „WIR MACHEN DAS“

Wirmachendas.jetzt! Wir auch. Und zwar bei der nächsten Tagebuchlesung am 13. März. Dann unterstützen wir mit euren Spenden nämlich dieses tolle Herzensprojekt, das für die Vernetzung von Neu-Ankommenden aus Krisengebieten und Locals sorgt. Annika Reich ist Mitgründerin des Vereins und erzählt ein bisschen aus dem Nähkästchen:

Wie ist WIR MACHEN DAS entstanden?

2015, zu Beginn der Krise der Flüchtlingspolitik, hat sich ein Netzwerk von 100 Frauen als Kultur, Kunst, Wissenschaft, Journalismus und öffentlichem Leben zusammengeschlossen. Es wollte zeigen, dass ein Zusammenleben und -arbeiten, mit den Menschen, die gekommen sind, für alle Seiten bereichernd ist. Wir haben dann den Verein WIR MACHEN DAS gegründet und einzelne Projekte ins Leben gerufen – wie WEITER SCHREIBEN. Alles genau nachlesen, kann man hier: wirmachendas.jetzt

Was ist WEITER SCHREIBEN?

Für Schreibende ist es elementar, dass der Prozess des Schreibens nicht abbricht. Durch die politische Situation ist dieser für Autor*innen aus Krisengebieten jedoch oft nicht nur unterbrochen, sondern manchmal sogar lebensgefährlich geworden. Wenn sie daraufhin ihre Heimat verlassen müssen, fällt oft der eigene Sprachraum und die Leserschaft weg. „Weiter Schreiben“ ist das literarische Projekt von WIR MACHEN DAS, in dem Autor*innen aus Krisengebieten weiter veröffentlichen und sich mit in Deutschland ansässigen Autor*innen vernetzen können. Es ist eine Plattform, die mit Übersetzungen auch das Gelesenwerden ermöglicht. 

Premiere und Vorstellung der Anthologie des Projekt Weiter Schreiben im Literaturhaus Berlin am 07.11.2018 (Foto: Piero Chiussi)

Worauf bist du stolz?

Dass wir inzwischen mit 100 geflüchteten Autorinnen, Musikerinnen, Bildenden Künstlerinnen und Journalistinnen zusammenarbeiten.

Was war das Schönste, das dir bei deiner Arbeit bisher passiert ist?

Die vielen wunderbaren Begegnungen und dass es uns gelungen ist, auf allen Ebenen das Tandem-Prinzip aus geflüchteten und einheimischen Expert*innen einzuführen.

Gibt es ein weiteres Projekt, das du empfehlen kannst?

Wer mich sehr beeindruckt, sind die Flüchtlingspaten Syrien und das BARD College, das ein Seminar und ein Stipendienprogramm für geflüchtete Studierende ins Leben gerufen hat, damit unser Diskurs in Zukunft von denen mitgestaltet wird, die hierher geflohen sind. Es wird viel zu viel über geflüchtete Menschen gesprochen und viel zu wenig mit ihnen und wir hören viel zu viel über sie und nicht von ihnen.

Dein wertvollster Besitz?

Meine Entscheidung, optimistisch zu sein.

Mit wem würdest du gern mal Essen gehen und wo geht ihr hin?

Mit der 90-jährigen belgischen Regisseurin Agnes Varda. Über sie und von ihr habe ich gerade einen wunderbaren Film auf der Berlinale gesehen. Ich würde kein Restaurant planen, sondern mit ihr spazieren gehen und schauen, wo es uns hin verschlägt. Denn darin ist sie Großmeisterin: im Finden.

Was würdest du machen, wenn du König von Deutschland wärst?

Ich würde die Monarchie abschaffen.

Was darf keiner über dich wissen?

Wie verfressen und neugierig ich bin und wie sehr ich mich fürchten kann.

Weitere Informationen:
https://wirmachendas.jetzt
Wir machen das auf Facebook
Header-Foto Annika Reich: Ekko von Schwichow

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